Zuverlässigkeit
regionaler Klimaszenarien
Klaus
Keuler
Lehrstuhl
Umweltmeteorologie, BTU Cottbus, Cottbus, Germany
ASTRACT
Um Maßnahmen zum
Klimaschutz wissenschaftlich begründet und ökonomisch sinnvoll planen zu
können, sind neben der reinen Kenntnis der aus Modellrechnungen gewonnenen
Klimaänderungen insbesondere Informationen über deren Verlässlichkeit bzw. über
ihren möglichen Unsicherheitsbereich erforderlich. Anhand von hoch auflösenden
regionalen Klimasimulationen mit unterschiedlichen Klimamodellen und
Regionalisierungsansätzen werden potentielle Änderungen für eine Reihe von
Klimaparametern aufgezeigt und ihre modellimmanenten Schwankungsbreiten
quantifiziert. Die Güte der simulierten Klimasignale wird über verschiedene
Qualitätskriterien geprüft. Neben der statistischen Signifikanz spielen dabei
quantitative Unsicherheitsbereiche eine entscheidende Rolle, die aus der
Evaluierung der Modellergebnisse mit unterschiedlichen Beobachtungsdaten für
gegenwärtige Klimabedingungen abgeleitet wurden. Die Qualitätskontrolle zeigt,
welche Änderungen zu welchen Jahreszeiten und in welchen Regionen Mitteleuropas
als verlässlich angesehen werden können oder als unverlässliche (nicht
belastbare) Signale eingestuft werden müssen.