Änderungen der Eintrittswahrscheinlichkeit von Extremereignissen in Deutschland

 

 

 

C.-D. Schönwiese, S. Trömel

 

Adresse: Institut für Atmosphäre und Umwelt der J.W. Goethe-Universität, Frankfurt a.M., Germany

Email: schoenwiese@meteor.uni-frankfurt.de

 

 

 

ABSTRACT

 

Mit Hilfe einer neuen Methode der statistischen Zeitreihenmodellierung ist es möglich, die zeitliche Änderung beliebiger Wahrscheinlichkeitsdichtefunktionen zu berechnen. Dies wiederum erlaubt die Bestimmung der zeitlichen Entwicklung der Eintrittswahrscheinlichkeit schwellenorientierter Extremwerte, wobei im Gegensatz zur herkömmlichen Extremwertanalyse stets alle verfügbaren Daten berücksichtigt werden. Diese Methode wird auf monatliche Beobachtungsdaten der bodennahen Lufttemperatur und des Niederschlags 1901-2000 in Deutschland angewendet. Dabei lässt die Temperatur, i.a. ohne wesentliche Varianzänderungen, erkennen, dass die Eintrittswahrscheinlichkeit extrem niedriger Werte systematisch ab- und extrem hoher Werte zunimmt. Dagegen zeigt der Niederschlag jahreszeitlich unterschiedliche Varianzänderungen, die teils zu Zunahmen (insbesondere im Winter), teils aber auch zu Abnahmen (insbesondere im Sommer) dieser Wahrscheinlichkeiten führen. Im einzelnen weisen aber jede Station und jeder Monat Besonderheiten auf.