Grundlagen der Paläoklimarekonstruktion anhand von Proxydaten

 

 

 

Andreas Hense1, Christian Schölzel1, Andreas Hense1, Daniel Simonis1, Thomas Litt2, Norbert Kühl2

 

1Meteorologisches Institut, Universität Bonn, Bonn, Germany

Email: ahense@uni-bonn.de

 

2Institut für Paläontologie, Universität Bonn, Bonn, Germany

 

 

 

ABSTRACT

 

Die Klimarekonstruktion anhand von Proxydaten (Eisbhorkerne, Sedimente, Baumringe, etc.) spielt eine bedeutende Rolle im Verständnis natürlicher Klimaschwankungen. Dabei ist es entscheidend, dass die verwendeten Transferfunktionen zwischen Klima- und Proxyvariablen die stochastische Natur des Klimasystems berücksichtigen. Viele der bisher etablierten Methoden zur Bestimmung von Transferfunktionen können dies nicht leisten. Mit einem Bayesischen Ansatz wird verdeutlicht, dass Transferfunktionen im Allgemeinen als bedingte Wahrscheinlichkeitsdichtefunktionen zu verstehen sind. Durch sukzessive Vereinfachungen lassen sich dann die klassischen Methoden zur Paläoklimarekonstruktion ableiten und ggf. zu probabilistischen Rekonstruktionen umformulieren. Anhand zweier Beispiele (PFT/Biome und MCR) wird deutlich, dass die resultierenden Unsicherheiten der Rekonstruktion aus Proxydaten oft größer als erwartet sind.