Projektbeschreibung: Zeitliche und räumliche Variabilität der
Starkregenhäufigkeit im Mitteldeutschen Trockengebiet
Martin-Luther-Universität
Halle-Wittenberg, Institut für Geographie, Halle, Germany
ABSTRACT
Starkniederschläge
beeinflussen nicht nur den Gebietswasserhaushalt, sondern auch das gesamte
hydrologische Geschehen, vor allem aber die Stofftransferprozesse in einer
Landschaft. Für ausgewählte Klimaregionen Deutschlands liegen derzeit schon
Untersuchungen zur Starkregenentwicklung vor. Allgemein wird aus den
Entwicklungstrends erkennbar, dass im Zuge des Global Change und einer
damit verbundenen Verstärkung der Westwindzirkulation in verschiedenen
Regionen Niederschläge mit hohen Intensitäten häufiger geworden sind. Solche Veränderungen
im Niederschlagsregime bedingen unweigerlich auch Verschiebungen des
oberirdischen Abflusses, des Bodenwassergehaltes und der Grundwasserneubildung.
Sie wirken sich daher in vielerlei Hinsicht auf Land- und Forstwirtschaft, auf
Ökologie und Wasserwirtschaft aus. Dies trifft insbesondere für Räume zu, in
denen schon gegenwärtig das Klima durch zeitweilige Wasserdefizite und eine
große Variabilität geprägt ist, zu der auch die Klimaprovinz
“Mitteldeutsches Binnenlandklima” gehört, für die Aussagen zur
Starkregenentwicklung derzeit noch fehlen.
Der
Hauptteil der Forschungsarbeiten lag auf der Auswertung und Interpretation der
Niederschlagsaufzeichnungen von insgesamt 51 Messstationen
unterschiedlichster Zeiträume (bis zu 100 Jahre), aber auch witterungsgeschichtlicher
Quellen. Daneben wurde der Zusammenhang zwischen dem veränderten Auftreten
bestimmter Wetterlagen und dem Starkniederschlagsverhalten untersucht.