Die
Umweltforschungsstation Schneefernerhaus und ihre Möglichkeiten für die Klimaforschung
Crewell, S.1,2, G. Enders2, L. Kins2, W. Fricke3, L.
Ries4
(1)
Institut für Geophysik und Meteorologie, Universität zu Köln,
crewell@meteo.uni-koeln.de <mailto:crewell@meteo.uni-koeln.de>
(2)
Betriebsgesellschaft UFS Schneefernerhaus mbH
(3)
Deutscher Wetterdienst, Meteorologisches Observatorium Hohenpeissenberg
(4)
Umweltbundesamt, GAW-Global Station Schneefernerhaus
ABSTRACT
Die
Umweltforschungsstation Schneefernerhaus (UFS), Bayerns Zentrum für Höhen- und
Klimaforschung in 2650 m Höhe, bildet durch ihre Lage, Zugänglichkeit und
wissenschaftlich-technische Infrastruktur eine einzigartige Plattform sowohl
für kontinuierliche Beobachtungen der physikalischen und chemischen
Eigenschaften der Atmosphäre als auch episodenhafter Forschungsarbeiten zur
Aufklärung wetter- und klimawirksamer Prozesse.
Im weltweiten
Messnetz des "Global Atmosphere Watch"-Programms (GAW) der WMO bildet
die UFS - zusammen mit dem Observatorium Hohenpeissenberg - eine von derzeit 23
Hauptstationen. Die in diesem Rahmen an der UFS seit einigen Jahren
kontinuierlich durch den Deutschen Wetterdienst und das Umweltbundesamt
durchgeführten Messungen erlauben eine erste Standortcharakterisierung
bezüglich Meteorologie und Spurengasverteilungen.
Die
Basisinstrumentierung an der UFS wird zunehmend durch automatisierte
Fernerkundungsmethoden, insbesondere durch aktive und passive
Fernerkundungsgeräte, ergänzt. Jüngste Errungenschaft ist ein
Mikrowellenradiometer für die kontinuierliche Messung von
Wolkenflüssigwassergehalt, Temperatur- und Feuchteprofil, mit dem
beispielsweise Messkampagnen zur Untersuchung von Schneekristalleigenschaften
unterstützt werden.