Zum Charakter des solaren Signals in Klimazeitreihen der instrumentellen Periode

 

 

 

Peter Carl

 

Leibniz Institute of Freshwater Ecology and Inland Fisheries, Berlin, Germany

Email: pcarl@wias-berlin.de

 

 

 

ABSTRACT

 

Die Modenstruktur der rekonstruierten Solarstrahlung wird für den Zeitraum 1870--1997 zu mehr als 95% (Varianz) bestimmt durch fünf Signale: (i) eine säkulare Mode, (ii) ein langsam driftender Schwabe-Zyklus, (iii) eine multidekadische Mode, deren Frequenz sich synchron mit der Phase der säkularen Mode ändert, (iv) eine Art Modulationsinstabilität sowie (v) eine Komponente, deren Frequenz um den Schwabe-Zyklus herum schwankt. Klimazeitreihen zeigen unterschiedliche Synchronbewegungen mit diesem solaren Antrieb in ebenfalls führenden Moden: episodische Phasenkoinzidenz, säkulare Frequenzdrift, korrelierte Signalenergie und ein komplexes "analytisches" Signal. Der hydrologische Zyklus der Atmosphäre könnte als sensibler 'Empfänger' für den solaren Antrieb eines selbstorganisierenden Klimasystems fungieren, dessen instabile periodische Orbits u.a. von der Sonne stabilisiert werden.