Auswirkungen des Klimawandels auf Sturmereignisse
über NRW: Anwendung eines statistisch-dynamischen Regionalisierungsverfahrens
J.G.
Pinto,
C.P. Neuhaus, M. Kerschgens, P. Speth
Institut
für Geophysik und Meteorologie, Universität zu Köln, Köln, Germany
Email:
jpinto@meteo.uni-koeln.de; cneuhaus@meteo.uni-koeln.de
ABSTRACT
Potentielle Veränderungen des Wintersturmklimas über NRW als Folge
eines anthropogenen Klimawandels werden mit einem statistisch-dynamischen
Regionalisierungsverfahren untersucht. Aus Reanalysedaten und ECHAM5/MPI-OM1
Klimasimulationen werden durch eine Clusteranalyse typische Wetterabläufe
bestimmt. Für jeden dieser Cluster werden repräsentative Vertreter mit dem
mesoskaligen Modell FOOT3DK simuliert, um eine Hintergrundklimatologie mit sehr
hoher räumlicher Auflösung zu erstellen. Desweiteren werden historische Stürme
simuliert, um Spitzenböen und Sturmschäden einzuschätzen. Hierzu wurde eine
Böenparameterisierung nach der Methode von Brasseur (2001) in das Modell
implementiert. Die Stärke der Schäden wird durch Normierung der Böen mit dem
98-Perzentil der Hintergrundklimatologie eingeschätzt. Die Ergebnisse zeigen,
dass die Häufigkeit von Sturm-Wetterlagen in Zukunft steigen wird. Diese
Änderungen resultieren aus einer Ostverschiebung der Storm Tracks über dem
Nordatlantik, die über Westeuropa zu einer Erhöhung der Zyklonenintensität und
Spitzenböen führt. Der Anstieg der bodennahen Spitzenböen fällt regional aber
unterschiedlich aus