Einfluss unterschiedlicher großräumiger Anströmung auf die Partikelmassenkonzentration und -zusammensetzung an der Forschungsstation Melpitz in Sachsen

 

 

 

Gerald Spindler1), Erika Brüggemann1), Thomas Gnauk1), Konrad Müller1), Hartmut Herrmann1), Markus Wallasch2), Ruprecht Schleyer2)

 

1) Leibniz-Institut für Troposphärenforschung e.V., Leipzig, Germany

2) Umweltbundesamt, Dessau, Germany

E-mail: spindler@tropos.de

 

 

Abstract

 

Partikel werden seit 1993 an der Forschungsstation Melpitz des IfT größenaufgelöst mit unterschiedlichen Techniken gesammelt und hinsichtlich ihrer Massenkonzentration, dem Gehalt an wasserlöslichen Ionen und an organischem bzw. elementaren Kohlenstoff analysiert. Die Station Melpitz liegt auf einer Weide außerhalb von urbanen Ballungsräumen im nördlichen sächsischen Tiefland nahe Torgau und ist frei anströmbar. Es wird an Hand von Langzeitmessungen von Partikeln (PM10 1993 bis 2006, PM2.5 1995 bis 2006 und PM1 1999 bis 2006) gezeigt, welchen Einfluss Jahreszeiten und Richtungen der Hauptanströmung auf Grund unterschiedlicher Temperatur und Feuchte bzw. verschiedener Quellgebiete auf Konzentration und Zusammensetzung haben. Für 2004 bis 2006 wird die größenaufgelöste Partikelmassenkonzentration (PM10, PM2.5 und PM1) und –zusammensetzung detailliert für westliche Anströmung (überwiegend maritime Luftmassen) und östliche Anströmung (kontinentale Luftmassen) für Sommer- und Winterhalbjahr diskutiert. Hier erfolgte die tägliche Zuordnung der Quellgebiete mit 96-Stunden-Rückwärtstrajektorien. Die Ergebnisse können zeigen, welchen Einfluss großräumig veränderliche Häufigkeitsverteilungen von Anströmungsrichtungen auf die Immission von Partikeln haben.